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Griechisches Essen
Man kann die Erwartungen vor einem Urlaub in die Höhe treiben oder den Urlaub verlängern, obwohl er eigentlich schon zu Ende ist, indem man die griechische Stimmung mit nach Hause in die eigene Küche bringen. Griechisches Essen bedeutet einfach, mit guten Rohmaterialien zu kochen. Zu den den wichtigsten Zutaten in der griechischen Küche gehören Oregano und - natürlich - Olivenöl. Im nachstehenden geben wir die authentischen Kochrezepte einiger wohlbekannten, griechischen Gerichte und ein paar ebenso klassischen, aber weniger bekannten Leckereien. 

MOUSSAKÁS
Moussakás - wie es auf Griechisch heißt - ist ein bisschen wie Frikadellen: Jedes Heim hat sein Rezept, und was Mutter kocht, schmeckt immer am besten. Besonders mit der Fleisch Soße gibt es Möglichkeiten für Variationen - man kann auch einen vegetarischen Moussakás machen, wenn man eine Gemüsesoße statt der Fleischsoße verwendet.



Zutaten:

1,5 Kg Auberginen (ungefähr 4 Stück) oder
750 G Auberginen und 750 G große Kartoffeln
Olivenöl, Salz, Pfeffer

Fleisch Soße:
6 El Olivenöl
1 gehackte Zwiebel
650 G gehacktes Rindfleisch
1½ Dl Weißwein
2 Dosen enthäutete, gehackte Tomaten
2 El fein gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer
100 G Brösel
100 G fein geriebener Hartkäse (Grana)

Bechamelsoße:
100 g Pflanzenmargarine
125 g Weizenmehl
1 L frische Milch
2 Eidotter
Salz, Pfeffer
eventuell ½ Tl geriebener Muskatnuss



Zubereitung:
Die Auberginen reinigen und der Länge nach in 0,5 Zm Scheiben schneiden. Die Scheiben mit Salz bestreuen und mindestens zwei Stunden ziehen lassen.

Fleisch Soße: Das gehackte Fleisch bei guter Hitze in Olivenöl mit der gehackten Zwiebel anbraten. Danach den Weißwein beifügen. Wenn der Weißwein eingedampft ist, Tomaten, Salz, Pfeffer und Oregano beifügen. Wenn der Saft reduziert ist – der Saft MUSS eingedampft sein, Petersilie, die Hälfte des Brösels und die Hälfte des geriebenen Käses beifügen.

Beschamelsoße: Die Pflanzenmargarine in einem Topf schmelzen - ohne anzubräunen. Das Mehl in der geschmolzenen Margarine ausrühren - am besten mit einem Holzlöffel. Die Mischung darf gern ein bisschen austrocknen. Danach die Milch allmählich beifügen bei mittlerer Wärme, während die Mehlmischung die ganze Zeit gerührt wird. Die Soße wird nach ausreichendem Umrühren anfangen dick zu werden - es kann ein bisschen dauern. Erst wenn die Soße ungefähr die Konsistenz einer linden Kuchencreme hat, ist sie fertig - nicht früher. Den Topf vom Herd entfernen und die Eidotter begeben. Schließlich mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Ab und zu die Soße umrühren.

Auberginen (und Kartoffeln): Das Salz von den Auberginen abspülen, und mit einem sauberen Tuch trocknen. Wenn man Kartoffeln verwendet, diese schälen und in 0,5 ZM dicken Scheiben schneiden. Danach die Scheiben wie die Auberginen behandeln. Die Scheiben auf beide Seiten mit Olivenöl bepinseln, und jede Seite 3-5 Minuten grillen. Die Scheiben mit Salz und Pfeffer streuen.


So "sammelt" man einen Moussakás: Eine mittelgroße Bratpfanne (etwa 24x35 ZM) mit Olivenöl bepinseln. Zuerst eine Kartoffelschicht ausbreiten (wenn man solche benutzt). Sonst mit den Auberginen anfangen (wenn man Kartoffeln hat, die Auberginen darauf legen). Die Fleischsoße in einer Schicht über das Gemüse geben, und danach die Bechamelsoße darüber giessen. Zu oberst, die letzte Hälfte des Käses streuen und danach den Brösel. Zuletzt ein Paar Tropfen Olivenöl. Den Moussakás im Ofen 45 - 50 Minuten bei 200 Grad backen.


 TZATZÍKI




Zutaten:

200 g griechischer Joghurt
½ Gurke - grob gerieben
3 Zehen gepresster Knoblauch
1 El Olivenöl
2 Tl Weinessig
getrockneter Dill
Salz


Zubereitung:

Die geriebene Gurke in einem Sieb abtropfen lassen - mindestens 2 Stunden (besser über Nacht) - im Kühlschrank. Den Joghurt mit Knoblauch, Olivenöl, Weinessig, Dill und Salz mischen. Die geriebenen Gurkenstreifen in einem sauberen Tuch trocknen und unter die Joghurtmischung ziehen. Tzatzíki hält gut ein paar Tage im Kühlschrank - wird eigentlich noch besser. 

Man kann der Joghurtmischung mit Vorsicht auch ein bisschen Minze begeben. 





 HORIÁTIKI SALATA - "GRIECHISCHER SALAT"


Zutaten:

4 Tomaten
½ Gurke
1 kleine Zwiebel
griechischer Fetakäse
gutes Olivenöl
Salz, Oregano




Zubereitung:

Die Tomaten in unregelmäßige, nicht zu kleine, Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Die Gurke in Scheiben schneiden, die Scheiben halbieren und zu den Tomaten geben. Die Zwiebel schälen, in Scheiben schneiden, halbieren und hinzufügen. Den Fetakäse in Würfeln befügen. Gutes Ölivenöl darüber giessen und den Salat mit Oregano und Salz würzen.


In der flexiblen, griechischen Küche kann man je nach Geschmack und Gefallen den Salat mit z.B. grüner Paprika in Scheiben, Oliven, Kapern oder gehackter Petersilie ergänzen.


KAKAVIÁ - GRIECHISCHE FISCHSUPPE

Die Kakaviá-Suppe wird auf den griechischen Inseln und entlang der Küste des Festlands gemacht. Die Suppe kann je nach Geschmack mit verschiedenen Zutaten gemacht werden - oder was man heute im Netz gefangen hat. Ursprünglich wurde die Suppe mit Meerwasser gemacht - dann war es nicht nötig mit Salz zu ergänzen.



Zutaten:

1 Kg gemischte Fische (Meeresbarsch, Kabeljau, Hecht oder dgl.)
500 G gemischte Schaltiere (Muscheln, Krabben, Austern)
2 Möhren
2 reife Tomaten
1 Stengel Sellerie, gehackt
1 Zwiebel
1 Dl Olivenöl
Saft von 2 Zitronen
Salz, Pfeffer



Zubereitung:

Die Fische gründlich waschen und reinigen. Zwiebel, Tomaten und Möhren in Scheiben schneiden und mit Fisch und Blattsellerie in Olivenöl in einem Suppentopf anbraten. Danach Wasser dazugeben bis alles gedeckt ist, und eine Stunde köcheln lassen. Dann die Suppe durch ein Sieb treiben und das Gemüse und den Fisch pürieren oder in den Mixer geben - ohne Fischgräte! Gemüse und Fisch zurück in die Suppe geben und die Schaltiere beifügen. Die Suppe jetzt 25-30 Minuten kacheln lassen. Zuletzt mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.


Dieses Suppenrezept geht bis zum antiken Griechenland zurück, und die Suppe hat ihren Namen nach dem erdenen Topf (Kakaviá) in dem sie gemacht wurde. Man sagt, dass die wohlbekannte, französische Bouillabaisse-Suppe aus Marseilles eine Ableitung der Kakavlá-Suppe ist.


GÍGANTES - GIGANTISCHE OFENGEBRATENE BOHNEN


 


Zutaten:
500 G getrocknete Lima-Bohnen (große weiße Bohnen)
1 El Natron

1 gehackte Zwiebel
Zehen von ½ Knoblauch, in Scheiben
3 Dl Olivenöl
2 Möhren, in Scheiben
2 Stengel Sellerie, in Scheiben
1 Dose gehackte, enthäutete Tomaten
1 Dose konzentriertes Tomatenpüree, in einem kleinen Glas heißen Wasser aufgelöst
1 kleines Bund breitblättrige Petersilie, gehackt
Salz, Pfeffer


Zubereitung:
Die Bohnen mit Natron in kaltem Wasser über Nacht einweichen. Das Wasser eventuell unterwegs auswechseln - und wieder Natron ins Wasser geben. Natron macht die Schalen der Bohnen weich. Wenn die Bohnen weich sind, das Wasser wegschütten. Danach die Bohnen in einem Topf geben und mit kaltem Wasser zudecken, das Wasser zum kochen bringen und die Bohnen 20 Minuten kochen. Danach das Wasser wegschütten und eine neue Runde kochendes Wasser zugeben (die Temperatur der Bohnen darf nicht fallen), und die Bohnen nochmals 20 Minuten weiterkochen. Der Zweck des Wasseraustausches ist es, die Gase, die die Bohnen ab und zu verursachen wenn man zu viele isst, zu entfernen. Diese Methode wirkt garantiert!

Jetzt Olivenöl, Zwiebel und Knoblauch in eine Bratpfanne geben (ungefähr 30x40 Zm), 15 Minuten im Ofen bei 200 Grad backen.
Wenn die Bohnen nach 40 Minuten fertiggekocht sind, das Wasser wegschütten und die Bohnen in die Bratpfanne mit Öl und Zwiebel geben. Dann die Möhren, den Sellerie und 3 Dl heißes Wasser hinzugeben. Die Bratpfanne 10 Minuten im heißen Ofen stehen lassen. Wenn das Wasser kocht, die gehackten, enthäuteten Tomaten, das Tomatenpüree, Petersilie, Salz und Pfeffer beifügen und vorsichtig unter die Bohnenmischung geben. Die ganze Mischung zurück in den Ofen stellen - die Bohnen sind essbereit und lecker wenn der Flüssigkeit nach ungefähr 30-40 Minuten absorbiert ist. Das Gericht kann kalt oder heiß gegessen werden - und wird nur besser, wenn man es bis zum nächsten Tag stehen lässt.


KARIDÓPITA – WALNUSSKUCHEN




Zutaten:

Teig:
125 G Pflanzenmargarine
225 G Zucker
5 Eier
2½ Dl Milch
330 G Weizenmehl
165 G Brösel
3 Tl Backpulver
2 El Brandy (Metaxa, Cognac oder dgl.)
1 Tl Natron
200 G grob gehackte Walnüsse
1 Tl Zimt

Sirup:
½ L Wasser
650 g Zucker
½ nicht ungespritzte Zitrone (Schale und Saft)
1 Tl Zimt







Zubereitung:
Teig:
Pflanzenmargarine und Zucker zusammenrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Danach die Eier beifügen - eins nach dem anderen - nach jedem Ei rühren. Die Milch beifügen. Natron in Brandy auflösen und hinzugeben. Walnüsse und Zimt mischen und darunterziehen. Den Teig umrühren und in eine eingeölte und leicht mit Mehl bestreute Form giessen (ungefähr 24x35 Zm). Den Kuchen in der Mitte des Ofens bei 200 Grad 15 Minuten backen und danach 45 Minuten bei 175 Grad.


Sirup: Zucker und Wasser in einen Topf tun und mit Zitronenschale, Zitronensaft und Zimt zum kochen bringen. Wenn der Zucker aufgelöst ist, eine kleine Minute weiterkochen lassen, Zitronenschale rausholen - und der Sirup ist fertig.

Wenn der Kuchen ein bisschen ausgekühlt ist, in ungefähr 20 Stücke schneiden und den Sirup darüber gießen.

Den Kuchen im Kühlschrank aufbewahren. Er kann ohne Probleme einfach so gegessen werden, ist aber auch gut mit ein bisschen Schlagsahne oder Vanilleeis.


AMIGDALOTÁ – MANDELKUCHEN




40 Stück

Zutaten:

500 G Marzipan
200 G enthäutete Mandeln, im Mixer oder dgl. feingehackt
3 Eiweiß
3 El Brösel
1 Tl Vanillezucker


Garnitur:
40 ganze Mandeln mit Schale
eventuell Rosenwasser




Zubereitung:
Marzipan, fein gehackte Mandeln, Eiweiß, Brösel, und Vanillezucker zu einer gleichartige Masse zusammenkneten. Den Teig in Kugeln rollen, fast platt drücken und auf ein mit Backpapir belegtes Backblech legen. Eine ganze Mandel in die Mitte von jedem Kuchen drücken. Die Kuchen bei 180 Grad ungefähr 10 Minuten backen, oder bis sie eine schöne braune Farbe haben. Die Kuchen herausnehmen, abkühlen lassen, und eventuell mit ein bisschen Rosenwasser übersprühen. 
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Graeske opskrifter

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